Die Ziele des Projekts ‘Wälder und Waldwiesentäler am Steigerwaldrand bei Iphofen’

Gesamtzielsetzung im geplanten LIFE+ Natur-Projekt ist die Sicherung des Steigerwaldrandes bei Iphofen als wesentlichen Baustein im europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000, insbesondere als wichtiges Biodiversitätszentrum und als Schmetterlingslebensraum von europäischem Rang. Des weiteren soll das Gebiet als Zentrum der Mittelwaldbewirtschaftung in Deutschland und Mitteleuropa optimiert und entwickelt werden. Neben der Verbesserung und Förderung der relevanten Schutzgüter soll gleichzeitig in der Bevölkerung und bei den Landnutzern das Bewusstsein und die Motivation dafür geschaffen werden, dass für die Erhaltung und Entwicklung der relevanten Lebensräume und Arten spezifische Nutzungsweisen erforderlich sind.

Daraus lassen sich folgende Projektziele ableiten:

  • Erhaltung, Optimierung und Erweiterung von elf Lebensraumtypen des Anhangs I der FFH-Richtlinie mit ihrem charakteristischen Arteninventar, insbesondere den deutschlandweit größten Eichen-Hainbuchenwäldern mit aktueller Mittelwaldnutzung (LRT 9170), den prioritären Kalktuffquellen (LRT 7220*), artenreichen Flachland-Mähwiesen (LRT 6510), feuchten Hochstaudenfluren (LRT 6430) und naturnahen Kalk-Trockenrasen (LRT 6210).
  • Erhaltung, Entwicklung und Vergrößerung der (Teil-)Habitate von 13 Arten der Anhänge II der FFH-Richtlinie, insbesondere für Kleinen Maivogel (Euphydryas maturna), Heckenwollafter (Eriogaster catax), Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria),Schwarzblauen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Glaucopsyche nausithous), Bachmuschel (Unio crassus), Kammmolch (Triturus cristatus), Gelbbauchunke (Bombina variegata), Hirschkäfer (Lucanus cervus) und Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii).
  • Erhaltung, Optimierung und Erweiterung der Habitate von elf Brutvogelarten und zehn Rastvogelarten nach Anhang I und Art. 4(2) der Vogelschutz-Richtlinie in Wäldern und halboffenen bis offenen Kulturlandschaftsbereichen, insbesondere für Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis), Mittelspecht (Picoides medius), Grauspecht (Picus canus), Baumpieper (Anthus trivialis), Turteltaube (Streptopelia turtur), Rotmilan (Milvus milvus), Wespenbussard (Pernis apivorus), Sperbergrasmücke (Sylvia nisoria), Raubwürger (Lanius excubitor) und Ortolan (Emberiza hortulana),
  • Schaffung der Voraussetzungen für eine langfristige und nachhaltige Sicherung der relevanten Lebensräume und Arten am Steigerwaldrand durch deutliche Erhöhung der Akzeptanz für Naturschutzmaßnahmen und dafür notwendige (extensive)land- und forstwirtschaftliche Nutzungsformen.